40 Jahre nach Tschernobyl – Filmvorführung und Gespräch in Potsdam

40 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl erinnerten wir am 27. Juni 2026 mit einer Vorführung des italienischen Dokumentarfilms Die Störche von Tschernobyl (Le Cicogne di Chernobyl) in der Wissenschaftsetage des Bildungsforums Potsdam an eines der folgenschwersten Ereignisse der jüngeren Geschichte. Das Ereignis vom 26. April 1986 prägt bis heute das Leben Hunderttausender Menschen.

Der Film des italienischen Regisseurs Karim Galici würdigt eine außergewöhnliche internationale Solidaritätsaktion, die insbesondere in Italien ein bemerkenswertes Ausmaß erreichte. Nach dem Reaktorunfall wurden dort mehr als 700.000 Kinder aus den radioaktiv belasteten Gebieten aufgenommen – rund 600.000 aus Belarus und etwa 100.000 aus der Ukraine. Im Mittelpunkt stehen die Lebensgeschichten von Kindern, die in Sardinien medizinische Hilfe, Erholung und vielfach auch eine zweite Heimat fanden.

Im Anschluss an die Vorführung entwickelte sich zwischen dem Publikum und den aus Cagliari angereisten Produzenten Giuseppe Carboni und Inna Naletko eine lebhafte Diskussion über die Entstehung des Films, die Folgen der Reaktorkatastrophe und die Bedeutung gelebter europäischer Solidarität. Der intensive Austausch setzte sich beim gemeinsamen Abendessen in persönlicher Atmosphäre fort.

Die Störche von Tschernobyl
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